Kokosöl – perfekt zum Braten, Backen und pflegt Haut & Haar

Überblick:

Haare, Haut und sogar die ZĂ€hne: Kokosöl ist gesund und wird zunehmend als Pflegemittel geworden. Da das weiße Fett der Kokosnuss reich an Vitaminen und Antioxidantien ist, zahlreiche Mineralien enthĂ€lt und dazu auch noch angenehm riecht, wird es sowohl in der KĂŒche als auch in der Hautpflege empfohlen. Es soll EntzĂŒndungen verhindern, Schutz vor Karies bieten und sogar Zecken abhalten. Nicht alle Wirkungen, die dem Kokosöl zugeschrieben werden, sind in Studien belegt. Einige sollte man tatsĂ€chlich im Bereich der Mythen sehen. Aber was kann Kokosfett wirklich? Welche Kokosöl Anwendung ist sinnvoll? Ist Bio Kokosöl wirklich in jeder Anwendung konventionell gewonnenem Öl ĂŒberlegen? Neben den Inhaltsstoffen des Öls werden die verschiedenen Anwendungen aufgefĂŒhrt, die Studienlage soll dargelegt werden, und natĂŒrlich spielt auch die Dosierung des Öls eine wichtige Rolle. Alle Fragen zum Thema natives Kokosöl, Kokosöl fĂŒr Hunde und andere Haustiere, zum Abnehmen und Ölziehen mit Kokosöl werden in diesem Artikel kurz und klar beantwortet.

1. Was ist Kokosöl?

Was ist Kokosöl

Bio Kokosöl und natives Kokosöl sind seit einiger Zeit in aller Munde. Die wertvollen Eigenschaften wurden wiederentdeckt. Auch wenn Kokosöl natĂŒrlich kein Wundermittel ist, so hat es doch gewisse Vorteile. Das Öl spielt schon seit vielen Dekaden in der KĂŒche eine mehr oder weniger wichtige Rolle und wird auch in der Kosmetik traditionell verwendet. FĂŒr die Pflege von Haut und Haaren ist es somit gut geeignet. Es kommt sowohl in kosmetischen Produkten wie Shampoos, SpĂŒlungen, Masken, Cremes und Peeling vor, als auch in naturreiner Form. Sowohl Ă€ußerlich als auch innerlich wird das Öl der Kokosnuss also traditionell verwendet. Und dass das Öl einige positive Eigenschaften hat, ist inzwischen in zahlreichen Studien belegt worden.

Infografik Kokosöl bgvv

2. Wie wirkt Kokosöl?

Wie wirkt Kokosöl

Kokosöl wirkt ĂŒber seine Inhaltsstoffe: Es ist reich an Vitamin E (Tocopherol), an Spurenelementen und Mineralstoffen, sowie an AminosĂ€uren. Damit kann das Öl einen sinnvollen Beitrag zur ErnĂ€hrung leisten. Der Hauptbestandteil des Öls ist mit etwa 50 Prozent LaurinsĂ€ure. Kokosnussöl besteht ĂŒberwiegend aus gesĂ€ttigten FettsĂ€uren.

Was aber vor allem in der Kosmetik sehr geschĂ€tzt ist: Kokosfett wirkt antibakteriell, bietet einen leichten Schutz vor UV-Strahlen und vertreibt aufgrund des Duftes auch noch Parasiten. FĂŒr die Hautpflege und die Pflege des Haars sind das ganz hervorragend Eigenschaften, denn das Öl hat keine Nebenwirkungen und wird auch von Menschen mit problematischer Haut und mit Allergien sehr gut vertragen.

Hochwertiges Öl kann sowohl in der KĂŒche fĂŒr die Zubereitung von Nahrungsmitteln als auch als Kosmetikum verwendet werden. In der medizinischen Hautpflege bei Neurodermitis und Schuppenflechte wird es ebenfalls eingesetzt. Dabei ist die Kokosöl Wirkung sogar gut untersucht: Seit den 1960er Jahren haben sich zahlreiche Studien verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen aus verschiedenen LĂ€ndern mit dem Öl befasst. Denn zu diesem Zeitpunkt stellt man fest, dass indigene Völker, in deren ErnĂ€hrung die Kokosnuss und ihr Öl eine enorm wichtige Rolle spielen, unter weniger Erkrankungen lesen als die Durchschnittsbevölkerung. Einige Krankheitsbilder sind sogar gĂ€nzlich unbekannt. NatĂŒrlich ist das nicht allein auf das Öl der Kokosnuss zurĂŒckzufĂŒhren – aber die ErnĂ€hrung und die Kokosnuss insbesondere scheinen eben doch eine wichtige Rolle zu spielen. Warum das so ist, wird in den nĂ€chsten Kapiteln klar.

3. Welches Kokosöl ist das Beste?

Beste Kokosöl

Das Bio Kokosöl von CocoNativo ist kaltgepresst, rein und als Lebensmittel geeignet. Es wird vom Hersteller zum Kochen und Braten, sowie zum Backen empfohlen. Das Öl hat RohkostqualitĂ€t und erfĂŒllt alle Eigenschaften, die ein gutes pflanzliches Öl auszeichnen. Bis zu 53 % LaurinsĂ€ure enthĂ€lt das Öl, das frei von Gluten und Laktose ist, keine TransfettsĂ€uren enthĂ€lt und nicht raffiniert wurde laut Hersteller. Duftstoffe sind natĂŒrlich nicht zugesetzt – das Öl ist ein Lebensmittel.

Da es sich hier um ein hochwertiges, biologisches ÖL handelt, kann das Öl von CocoNativo auch fĂŒr die Pflege der Haut und fĂŒr die Haare verwendet werden. Das Öl ist frei von Zusatzstoffen und stammt aus Sri Lanka. Dieses Produkt ist nicht nur hinsichtlich der QualitĂ€t empfehlenswert, sondern auch zu einem vertretbaren Preis erhĂ€ltlich. Wer Kokosöl kaufen will und Wert auf hohe QualitĂ€t und ein natĂŒrliches Produkt legt, ist damit gut beraten.

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4. Gegen welche Beschwerden hilft Kokosöl?

Hilft Kokosöl

Kokosöl fĂŒr die Haut, Kokosöl fĂŒr die Haare, Kokosöl fĂŒr die ZĂ€hne und Kokosöl zum Abnehmen: Das weiße Fett mit dem hohen Gehalt an LaurinsĂ€ure und dem angenehmen, milden Geruch wird fĂŒr viele verschiedene Zwecke empfohlen. Sogar gegen Zecken, Flöhe, LĂ€use und Milben soll es wirken, selbst bei Haustieren.

Die verschiedenen Anwendungen des Öls werden im Folgenden vorgestellt und nach Studienlage bewertet. Dabei soll neben der Ă€ußerlichen Anwendung auch die innerliche Anwendung des Öls beachtet werden. Und natĂŒrlich wird geklĂ€rt, ob bei der Anwendung von Kokosöl die Wirkung tatsĂ€chlich so gut ist wie erwartet, oder ob das Öl lediglich keinen Schaden anrichtet.

4.1 fĂŒr die Haare

Viele Menschen leiden unter trockenem Haar, stumpfem Haar und Spliss, unter Haarausfall, juckender Kopfhaut oder Schuppen. Haarpflegeprodukte mit Kokosfett sollen bei diesen Beschwerden helfen. FĂŒr die Haare ist das Öl der Kokosnuss in der Tat gut. Der Hintergrund ist ganz einfach: Die Kopfhaut produziert permanent Talg und Hautfett und gibt diese an das Haar ab. Diese „Schmiere“ schĂŒtzt sowohl Haut als auch Haare vor dem Austrocknen, erhĂ€lt den natĂŒrlichen Schutzmantel der Haut und verhindert so das Eindringen von Erregern ĂŒber die Haut. Die meisten Menschen waschen heutzutage aber tĂ€glich Haare und entfernen diesen natĂŒrlichen schĂŒtzenden Film. Fettiges Haar ist unerwĂŒnscht, und die von dem Körperschutz ausgehenden GerĂŒche werden oft als unangenehm empfunden. Die Folge: Haut und Haare trocknen aus. Die Kopfhaut produziert, weil sie trocken (fettfrei) ist, noch mehr Talg, der ĂŒber das KĂ€mmen in den Haaren verteilt wird. Die Haare sehen wieder fettig aus und werden erneut gewaschen.

Wer nach dem Haarewaschen ein wenig Kokosöl in die Kopfhaut einmassiert und mit den Fingerspitzen bis in die HaarlĂ€ngen verteilt, wird zwar den fettigen Schimmer gepflegter Haare nicht vermeiden können. Aber immerhin riecht das Öl der Kokosnuss angenehmer als der natĂŒrliche Fettfilm der Kopfhaut. Als Pflegemittel fĂŒr die Kopfhaut und trockenes Haar ist das Öl daher tatsĂ€chlich geeignet. [1] ZusĂ€tzlich ist Kokosnuss in Shampoos, SpĂŒlungen, Haarmasken, Sprays und Gelen zu finden. Die stark fettlösenden und austrocknenden Substanzen werden durch das rĂŒckfettende Öl kompensiert.

Anders sieht die Lage bei Haarausfall aus. Haarausfall kann viele Ursachen haben. Von einer genetischen Veranlagung ĂŒber Mangelerscheinungen bis hin zu Stress und zu stramm sitzenden Haargummis ist alles möglich. Gegen Mangelerscheinungen, die ernĂ€hrungsbedingt sind, nutzt das Öl beim Auftragen auf die Kopfhaut natĂŒrlich nichts. Ist der Haarausfall stressbedingt, kann es aber durchaus wirken. Denn die sanfte Massage der Kopfhaut mit einem angenehm mild duftenden Öl entspannt ganz natĂŒrlich und nimmt dem Stress die Spitzen. Gleichzeitig wird die Kopfhaut durch die Massage besser durchblutet und in der Folge besser mit NĂ€hrstoffen versorgt. Abbauprodukte des Zellstoffwechsels können schneller abtransportiert werden. Das kommt den Haarwurzeln zugute, die wieder in der Lage sind, gesundes Haar aufzubauen.

Eine genaue Dosierungsanweisung gibt es in diesem Fall nicht: Kokosöl fĂŒr die Haare wird nach Bedarf angewendet. Wird zu viel Öl einmassiert, wirken die Haare schwer und fettig – die individuell passende Menge sollte man selbst herausfinden.

4.2 fĂŒr die Haut und das Gesicht

Hautprobleme können von kosmetischen Situationen ohne wirklichen Problemcharakter ĂŒber leichte körperliche Beschwerden bis hin zu schweren Erkrankungen reichen. Kokosöl ist fĂŒr die Haut immer eine Bereicherung – und das macht es einzigartig, denn so viel bietet kein anderes Mittel aus der Natur. Zahlreiche Studien haben sich mit der Kokosöl Wirkung auf die Haut befasst und untermauern die Versprechen der Werbung. Warum ist das so? Das Öl wirkt leicht entzĂŒndungshemmend. Daher kann es bei allen entzĂŒndlichen Hautproblemen wirken:

  • bei Akne
  • bei Neurodermitis-SchĂŒben
  • bei Pickeln
  • bei unreiner Haut
  • bei rissiger, trockener Haut

 

Durch die Pflege mit dem biologischen Öl können die EntzĂŒndungsherde abklingen, die Hautkrankheit bildet sich zurĂŒck. Die im Öl enthaltene LaurinsĂ€ure wirkt antibakteriell. Bakterien, Viren und andere Erreger werden abgetötet oder können sich zumindest nicht weiter ausbreiten. Ein weiterer Vorteil von Bio Kokosöl: Es kann ĂŒberall am Körper aufgetragen werden. Auch an empfindlichen Hautstellen und an den ÜbergĂ€ngen zu den SchleimhĂ€uten ist das kein Problem. Kokosöl kann im Gesicht genauso verwendet werden wie an den HĂ€nden und im Intimbereich.

Sogar die innerliche Anwendung ist eine Option, denn das Öl kann verschiedenen Mangelerscheinungen vorbeugen. Viele NĂ€hrstoffe, Vitamine und Spurenelemente können vom Körper nur dann aufgenommen werden, wenn sich gleichzeitig Fette oder Öle im Verdauungstrakt befinden. Denn die chemischen Verbindungen sind fettlösend. Ein wenig natives Kokosöl zusammen mit einer leichten Mahlzeit ist daher ein wichtiger Beitrag zu einer ausgewogenen ErnĂ€hrung – und das kommt der Haut und dem Hautbild grundsĂ€tzlich zugute. Aber was genau kann Kokosöl fĂŒr das Gesicht und die Haut bewirken?

Die Haut im Gesicht ist dĂŒnner als an anderen Stellen des Körpers, und sie ist empfindlicher. Trotzdem wird gerade das Gesicht hĂ€ufig mit Pflegeprodukten belastet. Das Gesicht ist die Fassade des Menschen und meist blicken die Menschen zunĂ€chst hierhin. Falten, Pickel, Rötungen und EntzĂŒndungen der Haut fallen hier sofort auf.

Als wirksames Mittel gegen Falten, wie sie etwa ab einem Alter von 30 bis 35 Jahren auftreten, kann Kokosnuss helfen. Denn das Öl pflegt die Haut und hĂ€lt sie weich. Als Barriere gegen Mikroben, KĂ€lte und Sonne, aber auch trockene Luft und UmwelteinflĂŒsse wie Abgase und Luftverschmutzung hilft das Öl, die Haut gesund zu halten. Mit Kokosnussöl behandelte Haut behĂ€lt die natĂŒrliche Feuchtigkeit und damit die Spannkraft und ElastizitĂ€t.

Die Hersteller von Kosmetika kennen die positive Wirkung von Kokosöl fĂŒr die Haut und nutzen sie in ihren Produkten. Aber es mĂŒssen natĂŒrlich nicht immer Cremes, Peelings, Masken und Lotions mit Konservierungsstoffen, Duftstoffen und Emulgatoren sein – natives Kokosöl in BioqualitĂ€t kann in purer Form verwendet werden. [2] Allerdings darf die Haut im Gesicht nicht zu großzĂŒgig mit dem Öl behandelt werden – zu viel Fett ist dann auch nicht gesund.

4.3 bei trockenen Lippen

Trockene, rissige Lippen kennt im Winter jeder. Aber natĂŒrlich leidet die empfindliche Haut der Lippen auch unter der starken UV-Strahlung im Sommer, unter UmwelteinflĂŒssen, scharfen Speisen und anderen Faktoren. Die Haut ist nicht nur mit besonders vielen Nerven durchsetzt, sondern auch sehr dĂŒnn. Einen natĂŒrlichen Schutzfilm kann sie kaum ausbilden, denn sie kommt stĂ€ndig mit Nahrungsmitteln in Kontakt. Lippenpflegestifte helfen zwar, können aber auch durch die enthaltenen chemischen ZusĂ€tze schaden. Lippenbalsam auf der Basis von Kokosnuss ist oft schonender. Noch besser fĂŒr die Haut ist es jedoch, das reine Öl aufzutragen. Die antivitale Wirkung wirkt der Bildung von Herpes entgegen, ein leichter Schutz vor UV-Strahlen ist mit diesem Öl ebenfalls gegeben.

4.4 als Deodorant

Frischer Schweiß riecht nicht. Erst wenn der Schweiß lĂ€nger auf der Haut bleibt und Bakterien beginnen, ihn zu zersetzen, bildet sich der unangenehme Geruch. Wird die Haut mit reinem Kokosnussöl gepflegt, wirkt das Öl antibakteriell. Die Schweißbildung wird zwar nicht unterbunden, aber der natĂŒrliche Duft des Öls macht sich positiv bemerkbar, und die geruchsbildenden Bakterien haben keine Chance. Die meisten Deodorants der großen Kosmetikhersteller enthalten Aluminium und/oder Alkohol. Beide Stoffe gelten als gesundheitsschĂ€dlich, Deodorants sollen Krebserkrankungen begĂŒnstigen und zu vermehrten Hautproblemen fĂŒhren. Was liegt da nĂ€her, als das natĂŒrliche Öl der Kokosnuss anstelle eines Deodorants zu verwenden?

4.5 als Make-Up Entferner

Make-Up und andere Schminke ist fettlöslich. Mascara, Rouge, Lidschatten, Lippenstift und Ă€hnliche Produkte sollten regelmĂ€ĂŸig von der Haut entfernt werden. Denn bleiben sie ĂŒber Nacht oder lĂ€nger darf, schaden sie der Haut. Die Poren können sich zusetzen, Bakterien und andere Erreger setzen sich in den fettigen Schichten ab. Make-Up Entferner greifen die Gesichtshaut aber oft an und werden nicht gut vertragen. Make-Up kann man auch mit Kokosöl abnehmen – dafĂŒr wird einfach ein wenig Öl auf ein weiches Tuch gegeben und das Gesicht vorsichtig damit abgerieben. [3] Wird Kokosöl zum Abnehmen von Make-Up verwendet, hat es sogar noch eine Nebenwirkung: Die Gesichtshaut wird gleich gepflegt und muss nicht nach dem Abschminken mit weiteren Produkten behandelt werden. ZusĂ€tzlich bietet das Öl einen natĂŒrlichen Schutz gegen Erreger, die sich vielleicht im Make-Up festgesetzt haben.

4.6 als natĂŒrlicher Sonnenschutz

Starke Sonneneinstrahlung trocknet die Haut aus und lĂ€sst sie regelrecht verbrennen. Aber auch die UV-Strahlen schaden der Haut, denn sie schrĂ€nken die RegenrationsfĂ€higkeit der Haut ein. Ein guter Sonnenschutz gilt heute als selbstverstĂ€ndlich. Und Bio Kokosöl kann diesen Schutz bieten: Etwa 20 Prozent der UV-B-Strahlung wird blockiert, ganz ohne chemische Zusatzstoffe. FĂŒr einen moderaten Aufenthalt im Freien reicht das hier in Mitteleuropa völlig aus. Wer allerdings an der KĂŒste Australiens sonnenbadet oder im Winter lange in sonnenĂŒberfluteten Skigebieten in großer Höhe unterwegs ist, sollte auf einen stĂ€rkeren Sonnenschutz setzen.

Auch in diesem Fall gilt: Kokosöl ist fĂŒr das Gesicht eine tolle Alternative zu anderen Pflegeprodukten, denn die antibakterielle Wirkung des Öls macht sich insbesondere bei Pickeln, Akne und anderen entzĂŒndlichen Hautproblemen positiv bemerkbar. WĂ€hrend herkömmliche Sonnencremes und schĂŒtzende Gele das Hautbild noch verschlechtern, kann Kokosnussöl zur Besserung beitragen.

4.7 bei Neurodermitis und Schuppenflechte

Die pflegenden und schĂŒtzenden Eigenschaften des Öls der Kokosnuss sind bei Neurodermitis positiv zu bewerten. Wie genau Neurodermitis entsteht, ist allerdings bis heute nicht geklĂ€rt. Die Betroffenen leiden vor allem unter Stress hĂ€ufig unter EntzĂŒndungen und bakteriellen Infektionen der Haut, die juckt, schuppt und austrocknet. Aufgetragen auf die Haut lindert das Öl den Juckreiz, was stark stressreduzierend wirkt. [4] Die Haut wird nicht mehr blutig gekratzt, Bakterien können sich ebenfalls nicht darin festsetzen. Dadurch kann der Neurodermitis-Schub schneller wieder abklingen. Bei regelmĂ€ĂŸiger Pflege mit dem Öl kann SchĂŒben sogar vorgebeugt werden.

Auch bei Schuppenflechte ist Kokosöl gesund: Die Hauterkrankung kann zwar nicht geheilt werden, die Symptome können aber durch regelmĂ€ĂŸige Behandlungen mit Kokosfett gelindert werden. Denn bei Schuppenflechte ist die Haut trocken und schuppt, sie ist gerötet und juckt. Das Öl verhindert, dass die Haut weiter austrocknet. Es erhĂ€lt einen natĂŒrlichen Feuchtigkeitsspiegel und pflegt, was den Juckreiz nimmt. Betroffene Stellen können schneller abheilen, und auch in diesem Fall hat sich Kokosöl auf der Haut prĂ€ventiv bewĂ€hrt.

4.8 gegen Zecken

Immer wieder liest man, dass Kokosöl gegen Zecken, Flöhe und LĂ€use sowie andere Parasiten wirken soll. WĂŒrmer und Milben, LĂ€use und Flöhe mögen den Geruch des Öls nicht so gerne. Eine gut gepflegte Haut wird also nicht so leicht befallen – Kokosöl wirkt gegen Zecken, kann aber durch die Geruchsbarriere auch gegen LĂ€use, Flöhe, Milben und WĂŒrmer eingesetzt werden. Einen hundertprozentigen Schutz bietet das Öl jedoch nicht. [5]

Da das Öl der Kokosnuss zu einem großen Teil aus LaurinsĂ€ure besteht, durchdringt diese SĂ€ure die schĂŒtzende Lipidmembran von Bakterien und Viren, wodurch sie die Erreger von innen heraus zerstört. Die von Zecken ĂŒbertragenen bakteriellen Infektionen können somit durch eine intensive Hautpflege mit dem Öl eingeschrĂ€nkt werden.

4.9 Ölziehen mit Kokosöl

Kann man mit Kokosöl die ZĂ€hne pflegen? Die Anwendung ist umstritten. In der Zahnpflege geht es meist darum, die Ausbreitung von Karies zu verhindern, die Bildung von Plaque zu vermeiden und ein gesundes Milieu im Mundraum aufrecht zu erhalten. Ölziehen mit Kokosöl soll aufgrund der antibakteriellen Wirkung zielfĂŒhrend sein. Allerdings reicht Kokosöl fĂŒr die ZĂ€hne nicht aus. Die antibakterielle Wirkung des Kokosöls ist zu schwach, um eine ausreichende Zahnpflege zu gewĂ€hrleisten. Wer allerdings kurzfristig auf die gewohnte Zahnpasta verzichten muss, beispielsweise aufgrund einer homöopathischen Behandlung, kann das gesunde Öl fĂŒr die ZĂ€hne verwenden. [6]

Ölziehen mit Kokosöl ist schnell gelernt: Ein Esslöffel Öl wird in den Mund genommen. Dann wird das Öl fĂŒr etwa fĂŒnfzehn Minuten durch den Mund bewegt. Das Öl wird durch die ZĂ€hne gezogen, mit kauenden Bewegungen ĂŒber die Mundschleimhaut bewegt, im Rachen damit gegurgelt. Beim Ölziehen mit Kokosöl ist wichtig, dass das Öl wirklich ĂŒberall im Mundraum ankommt. Das Öl nimmt durch die heftigen Bewegungen alle Nahrungsreste im Mund auf und kann seine antibakterielle Wirkung entfalten. Es wird im Anschluss einfach ausgespuckt. Und tatsĂ€chlich wird die Kokosöl Wirkung in diesem Fall nicht nur alternativ zur Zahnpasta geschĂ€tzt, sondern kann zusĂ€tzlich genossen werden: Die ZĂ€hne werden direkt nach dem Aufstehen, noch vor FrĂŒhstĂŒck und ZĂ€hneputzen damit gepflegt.

4.10 zum Abnehmen

Fette wirken in der ErnĂ€hrung stark sĂ€ttigend, denn sie werden nicht so schnell verdaut. Vereinfacht ausgedrĂŒckt: Ist eine Mahlzeit ĂŒberwiegend aus Weißmehlprodukten zusammengestellt, kann man zwar viel essen, ist aber schnell wieder hungrig. Denn die einfachen Kohlenhydrate werden sehr schnell verdaut. Anders bei Fetten: Die werden erst im Magen und im Darm verdaut, der Körper braucht recht lange, um die komplexen Verbindungen zu verarbeiten. Fettreiche Mahlzeiten sĂ€ttigen schnell und liegen anschließend schwer im Magen – man ist lĂ€nger satt. In diesem Sinne gilt durchaus: Kokosöl zum Abnehmen macht Sinn. Es macht aber nur dann Sinn, wenn gleichzeitig auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche und gesunde ErnĂ€hrung geachtet wird. Denn ein Wundermittel ist das Öl der Kokosnuss trotz allem nicht – auch nicht beim Abnehmen. [7]

4.11 fĂŒr Hunde und andere Haustiere

Manche Menschen empfehlen, Kokosöl fĂŒr Hunde ĂŒber die Nahrung zu geben, damit das Haustier von den positiven Eigenschaften des gesunden Öls profitiert. AbhĂ€ngig davon, wie der Hund ernĂ€hrt wird, mag das bisweilen sogar Sinn machen. Viel interessanter ist aber eine andere Kokosöl Wirkung: Das Öl hĂ€lt Zecken fern. Der Schutz ist einfach: Kokosöl gegen Zecken einfach in einer kleinen Menge in den HandflĂ€chen verreiben und damit ĂŒber das Fell des Hundes, der Katze oder anderen Haustiers streichen. Das Fell wird nicht nur bezaubernd glĂ€nzen, sondern der Duft des Öls wird die lĂ€stigen kleinen Blutsauger fernhalten.

5. Wie wird Kokosöl eingenommen bzw. wie dosiert man es?

Dosierung und Einnahme Kokosöl

Kokosöl kaufen und einfach in der KĂŒche als Ersatz fĂŒr Sonnenblumenöl, Rapsöl oder andere Öle zu verwenden ist natĂŒrlich eine gute Idee. Denn das hochwertige, biologische Öl hat einen Rauchpunkt von 185° C und kann daher gut zum Braten, Kochen und Backen eingesetzt werden. Es gibt den Speisen einen nussigen, feinen Geschmack und hat keine negativen Nebenwirkungen fĂŒr die Gesundheit.

Aber was ist mit kosmetischen Anwendungen? Produkte mit Kokosöl kaufen und fĂŒr Haut und Haare verwenden ist nicht zielfĂŒhrend, wenn es um eine natĂŒrliche Pflege ohne chemische ZusĂ€tze geht. Auch in diesem Fall sollte man eher natives Kokosöl in biologischer QualitĂ€t kaufen, das auch in der KĂŒche verwendet werden kann. Reines Öl von LebensmittelqualitĂ€t kann nĂ€mlich immer und fĂŒr jeden Zweck verwendet werden.

Wie bei vielen Naturprodukten kann keine genaue Dosierung angegeben werden. Der Körper reagiert nĂ€mlich individuell auf das Öl.

Ist bei einer Person mit eher fettiger Kopfhaut und kurzen Haaren eine Messerspitze Kokosöl fĂŒr die Haare ausreichend, braucht jemand mit trockener Kopfhaut und hĂŒftlangen Haaren vielleicht schon die zehnfache Menge. Da Kokosnussöl im schlimmsten Fall einen fettigen Film auf Haut und Haar hinterlĂ€sst und sonst keine Nebenwirkungen zu fĂŒrchten sind, kann das Öl auch nicht ĂŒberdosiert werden.

Hier ein paar Anregungen:

  • Zum Anbraten von Fleisch, Fisch und GemĂŒse etwa zehn Gramm Kokosnussöl in der Pfanne heiß werden lassen.
  • Öl oder Fett im Kuchen vollstĂ€ndig durch Kokosnussöl ersetzen.
  • FĂŒr die Pflege trockener Hautstellen mehrmals tĂ€glich eine kleine Menge Öl auftupfen.
  • Bei Neurodermitis, extrem trockener Haut und Schuppenflechte den ganzen Körper zweimal tĂ€glich mit dem Öl massieren.
  • Beim Ölziehen Kokosöl in der Menge von etwa einem Esslöffel in den Mund nehmen.

6. Fazit: Warum ist Kokosöl so gesund?

Fazit Kokosöl

Das Öl der Kokosnuss wird aus dem NĂ€hrgewebe der Kokosnuss gewonnen und hat einen hohen Anteil an gesĂ€ttigten FettsĂ€uren. Es kann in der KĂŒche zum Backen und Braten sowie zum Frittieren verwendet werden, ist ein tolles Pflegemittel fĂŒr Haut und Haare und besteht genau genommen aus:

  • 44 Prozent bis 52 Prozent LaurinsĂ€ure
  • 17 Prozent bis 21 Prozent MyristinsĂ€ure
  • 8 Prozent bis 11 Prozent PalmitinsĂ€ure
  • 5 Prozent bis 8 Prozent ÖlsĂ€ure
  • Mineralstoffe und AminosĂ€uren sowie Lactone
  • sowie LinolsĂ€ure, LinolensĂ€ure, CapronsĂ€ure, Capryls, Caprins, Stearins, PalmitoleinsĂ€ure, ArachinsĂ€ure und Tocopherol.

 

Tocopherol ist allerdings nur enthalten, wenn das Öl nicht raffiniert wurde. Allein aus diesem Grund empfiehlt sich schon, kaltgepresstes Kokosöl zu kaufen. Kokosöl ist gesund, es wirkt antibakteriell in der Pflege von Haut und Haaren. Außerdem kann Kokosöl fĂŒr die ZĂ€hne und die Zahnpflege genutzt werden. Kokosöl fĂŒr Hunde und andere Haustiere macht allerdings nur Sinn als PrĂ€vention gegen Zeckenbefall, in der ErnĂ€hrung der Karnivoren spielt es keine wichtige Rolle. Soll Kokosöl fĂŒr die Anwendung in der KĂŒche in Frage kommen, sollte man beim Kauf auf die entsprechende QualitĂ€t achten: Das Öl sollte naturrein sein, kaltgepresst und aus biologischer Produktion. Andere Zutaten dĂŒrfen nicht enthalten sein.

Quellenverzeichnis:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32168817
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32133872
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32127975
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32127964
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32089769
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32055669
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32051356
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Autor: 
 Beatrix Philipp

Geb. 1968, Diplom-Soziologin und Heilpraktiker, Mutter von 4 Kindern. Ich leite seit 2002 meine Praxis fĂŒr klassische Homöopathie in Wiesbaden. Vorher habe ich in Berlin als Homöopathin und als Diplom-Soziologin in verschiedenen Projekten gearbeitet. WĂ€hrend meines Studiums der Soziologie, Psychologie und Politikwissenschaften an der FU Berlin lernte ich die Homöopathie kennen, die zunĂ€chst mein Hobby war und im Laufe von Studienjahren zum Beruf wurde. Ich habe die Homöopathie lieben und schĂ€tzen gelernt. Neben der intensiven PraxistĂ€tigkeit mit Patienten sehe ich es als wichtige Aufgabe an, meine Erkenntnisse sowohl an Kolleginnen und Kollegen als auch an interessierte Laien weiterzugeben.