Schnarchen, ein bekanntes Problem in vielen Schlafzimmern

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Viele Menschen kennen es und leiden mitunter über viele Jahre darunter. Wenn nachts ein lautes Schnarchen des Partners den Schlaf stört oder gar nicht erst ermöglicht, einzuschlafen, kann dies nicht nur die eigene Gesundheit negativ beeinflussen, sondern durchaus auch Ehe oder Partnerschaft. Nicht selten wird irgendwann der Entschluss gefasst, in getrennten Zimmern zu schlafen oder sich andere Ausweichstrategien zu überlegen, wie etwa Ohrstöpsel zu benutzen. Doch über kurz oder lang sinkt die Lebensqualität und vor allem wird damit nur Symptombekämpfung betrieben, während die eigentliche Ursache nicht beleuchtet wird.

Mögliche Wege, mit dem Schnarchen umzugehen

Wenn lautes Schnarchen die Nachtruhe stört, ist zunächst zu unterscheiden, ob es sich dabei um ein temporäres Phänomen handelt oder das Schnarchen aber über einen langen Zeitraum immer wieder wahrgenommen wird. Denn selbstverständlich können eine Erkältung oder Schnupfen dazu führen, dass das Atmen schwer fällt und in der Folge auch in der Nacht geschnarcht wird, da die Atemwege belegt sind. Tritt das Schnarchen jedoch länger auf, wird häufig nach entsprechenden Strategien gesucht, um damit umzugehen. Darunter finden sich etwa Rachensprays, aber auch Anti-Schnarch-Armbänder, Schnarchschienen und sogar Apps, die den Schlaf aufzeichnen und beim Anzeichen an Schlafen einen Ton von sich geben. All dies sind in der Regel jedoch wenig zufriedenstellende Lösungen und vor allem zielen sie nicht darauf ab, die eigentliche Ursache für das Schlafen zu finden und zu bekämpfen. Im schlimmsten Fall wird das Problem damit nur verschoben, während sich gesundheitliche Risiken für die Betroffenen auftun.

Die Ursachen des lästigen Schnarchens 

Die Ursachen des Schnarchens können sehr vielfältig sein. Häufig handelt es sich um eine zurückfallende Zunge, die die Atemwege einschränkt und damit das lästige Geräusch hervorruft. In anderen Fällen kann es auch vorkommen, dass sich die Gaumenbögen und das Gaumenzäpfchen nach unten senkt. Auch hier wird der Atemweg verengt, durch den die Luft strömen kann. Besonders dramatisch ist es allerdings, wenn Schlafapnoe vorliegt. Denn in diesem Fall kommt es nicht nur zum Schnarchen, sondern darüber hinaus kommt es auch zu Atemaussetzern. Diese können bis zu einer Minute dauern und sind damit sehr bedrohlich. Denn in dieser Zeit wird der Körper nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Auch das Gehirn erhält viel zu wenig Sauerstoff.

Wie gefährlich ist Schlafapnoe? 

Liegt der Verdacht auf Schlafapnoe vor, ist es wichtig, diese in jedem Fall genau untersuchen zu lassen und zu behandeln. Anzeichen dafür können auch andauernde Tagesmüdigkeit sein, obwohl eigentlich lange genug geschlafen wurde, aber ebenso auch verstärktes Schwitzen, Kopfschmerzen sowie Konzentrationsschwierigkeiten. Die Folgen sind häufig Bluthochdruck, ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall sowie Herzrhythmusstörungen. Dies sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Ob tatsächlich Schlafapnoe vorliegt oder doch eine andere Ursache, kann in einem Schlaflabor herausgefunden werden. Sollte die Diagnose Schlafapnoe tatsächlich festgestellt werden, lässt sich nach der Untersuchung auch sagen, welche Art von Schlafapnoe vorliegt und welche Behandlungsmethode daher gewählt werden sollte. Zwar lässt sich die Schlafapnoe in den meisten Fällen nicht gänzlich verhindern, jedoch ist es möglich, durch Schlafmasken oder andere Behelfe die Situation für die Betroffenen komfortabler zu machen und auch das Risiko von Folgeerkrankungen deutlich zu senken.

Mehr als nur ein lästiges Phänomen 

Gerade als Ehepartner- bzw. partnerin sollte man achtsam sein, wenn das lästige Schnarchen nur allzu schnell einfach nur verteufelt wird. Denn hinter diesem Warnzeichen kann weit mehr stecken. Gerade dann, wenn es über einen langen Zeitraum auftritt und chronisch zu sein scheint, ist es wichtig, dem auf den Grund zu gehen und es nicht abzutun oder gar Vermeidungsmaßnahmen zu finden, um das Problem zu kaschieren. Glücklicherweise gibt es bereits viele Methoden, um Betroffenen zu helfen. Davon profitieren nicht nur diese selbst, sondern auch ihre Angehörigen erhalten wieder mehr Lebensqualität zurück.

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